









| Techn. Daten als Auszug aus der neuen Deutschen Zementnorm DIN 1164 und Betonprüfung nach DIN 1048 |
| Die vom Atelier-Ambros verwendeten Werkstoffe sind orange unterlegt |
Zementarten
Von den in der europäischen Vornorm enthaltenen Zementen wurden zur Wahrung des hohen deutschen Qualitätsstandards nur die Zementarten in die deutsche Norm übernommen, die in Deutschland für nahezu alle Bauaufgaben als geeignet angesehen werden, mit denen also unter den hiesigen klimatischen Bedingungen und der hier üblichen Bautechnik schon ausreichende, positive Erfahrungen gewonnen werden konnten.
| CEM I: Portlandzement
CEM II: Portlandkompositzement CEM III: Hochofenzement |
Die neuen Festigkeitsklassen
In Abhängigkeit von der 28-Tage-Druckfestigkeit wird unterschieden zwischen den Festigkeitsklassen 32,5, 42,5 und 52,5 (Tabelle 2). Diese drei Klassen werden nach ihren Anfangsfestigkeiten nochmals unterteilt in üblich erhärtende (ohne Kennbuchstaben) und schnell erhärtende Zemente
(Kennbuchstabe R = rapid). Neu in die Norm aufgenommen wurde ein Zement mit hoher Normfestigkeit (52,5), aber normaler Anfangsfestigkeit. Damit ergeben sich sechs Festigkeitsklassen.
Tabelle 2: Festigkeitsklassen und Kennfarben von Zement nach DIN 1164
| Festigkeitsklasse |
Druckfestigkeit |
Kennfarbe |
Farbe
des | |||
| Anfangsfestigkeit |
Normfestigkeit | |||||
| 2 Tage | 7 Tage | |||||
| 32,5 | - | 16 | 32,5 | 52,5 | hellbraun | schwarz |
| 32,5 R | 10 | - | 32,5 | 52,5 | hellbraun | rot |
| 42,5 | 10 | - | 42,5 | 62,5 | grün | schwarz |
| 42,5 R | 20 | - | 42,5 | 62,5 | grün | rot |
| 52,5 | 20 | - | 52,5 | - | rot | schwarz |
| 52,5 R | 30 | - | 52,5 | - | rot | weiß |
Zemente mit Sondereigenschaften
Die Anforderungen an Zemente mit hohem Sulfatwiderstand (HS) oder niedriger Hydratationswärme (NW) sind mit folgender Änderung übernommen worden. Neben Portlandzementen mit niedrigem
C3A-Gehalt gelten jetzt alle Hochofenzemente CEM III/B als HS-Zemente. Da die untere Grenze des Hüttensandgehaltes für die Gruppe B bei 66 % liegt, bedeutet dies eine geringe Reduzierung des erforderlichen Hüttensandgehalts gegenüber dem bisher geforderten Wert von 70 %.
Die bislang in der Bauregelliste erfaßten Zemente mit niedrig wirksamen Alkaligehalt (NA) wurden in die Zementnorm übernommen. Die Anforderungen wurden dhingehend erweitert, daß jetzt alle Zemente nach DIN 1164, deren Alkaligehalt höchstens 0,60 Gew.- % Na2O- Äquivalent beträgt als NA-Zemente gelten. Daneben gelten weiterhin Hochofenzemente CEM III/A mit einem Hüttensandgehalt von mindestens 50 Gew.-% und einem Alkaligehalt von höchstens 1,10 Gew.-% bzw. Hochofenzemente CEM III/B mit einem Alkaligehalt von höchstens 2,00 Gew.-% als NA-Zemente.
Die neuen Zementbezeichnungen
Tabelle 3: Gegenüberstellung von neuen und alten Zementbezeichnungen
| neu | alt | |
| CEM I | Portlandzement (CEMI) | Portlandzement (PZ) |
| CEM II | Portlandhüttenzement (CEM II/A-S, CEM
II/B-S) Portlandpuzzolanzement (CEM II/A-P, CEM II/B-P) Portlandflugaschezement (CEM II/A-V) Portlandölschieferzement (CEM II/A-T, CEM II/B-T) Portlandkalksteinzement (CEM II/A-L) Portlandflugaschehüttenzement (CEM II/B-SV) |
Eisenportlandzement (EPZ) Traßzement (TrZ) Flugaschezement (FAZ) Portlandölschieferzement (PÖZ) Portlandkalksteinzement (PKZ) Flugaschehüttenzement (FAHZ) |
| CEM III | Hochofenzement (CEM III/A, CEM III/B) | Hochofenzement (HOZ) |




